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Österreichs Medaillengewinner

Von 7. bis 18. September fanden die Paralympischen Spiele 2016 in Brasilien statt.

Österreich hat 9 Medaillen erreicht. Hier gibt es die Details.


GOLD FÜR PEPO PUCH

Der 50-jährige Grazer wiederholte seinen Paralympics-Sieg in der Dressur Grade IB und sorgte somit für die erste Goldmedaille für das ÖPC-Team bei den XV. Paralympischen Spielen von Rio 2016. Der Brite Lee Pearson auf Zion machte Silber, die Dänin Stinna Kaastrup auf Smarties Bronze. „Es ist ein überwältigendes Gefühl, einfach unglaublich und kaum zu fassen. Es hat alles gepasst. Genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich kann mein Glücksgefühl kaum beschreiben.“


SILBER FÜR VQÖ-MITGLIED WALTER ABLINGER

Der 47jährige Oberösterreicher Walter Ablinger wurde mit einer Minute Rückstand Zweiter. Der Dreikampf um die Silbermedaille mit dem Kanadier Moreau und dem Schweizer Frei spielte sich im Bereich von einer Sekunde ab. „Ich bin brutal zufrieden“, jubelte Ablinger. „Wir haben 20.000 Euro in dieses Gerät investiert – es scheint sich auszuzahlen.“ Beide haben noch zwei weitere Chancen: Straßenrennen am Donnerstag, Teambewerb am Freitag. „Vielleicht ist Silber ja auch die Vorstufe zu Gold“, lachte Ablinger voll Zuversicht.


SILBER FÜR VQÖ-MITGLIED THOMAS FRÜHWIRTH

Der Steirer Thomas Frühwirth, der vor kurzem seinen 35. Geburtstag gefeiert hatte, musste sich nur dem Polen Rafal Wilk um exakt zehn Sekunden geschlagen geben und verwies den Deutschen Vico Merklein um fast eine Minute auf Rang 3. „Bin überglücklich“, strahlte er. „Meine Saison war bisher nicht so gut, ich habe bisserl an mir gezweifelt. Vorgestern hab ich gedacht, das wird nix, gestern dann vielleicht doch, und heute ist alles für mich aufgegangen. Nur zehn Sekunden auf Gold, das ist echt ein Wahnsinn!“


SILBER FÜR MARKUS SWOBODA

Sechste Medaille für das österreichische praralympische Team bei den XV. Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro: Markus Mendy Swoboda gewann im Kajak-Einer in der Klasse K2 die Silbermedaille.
Der sechsfache Weltmeister und sechsfache Europameister musste sich dem aktuellen Weltmeister, Curtis McGrath aus Australien, um 1,5 Sekunden geschlagen geben. „Wenn man Gold gewöhnt ist, ist es nicht unbedingt der gewünschte Ausgang“, sagte der 26-jährige Oberösterreicher. „Aber eine Medaille ist immer schön. Ich glaube nicht, dass ich Curtis geschlagen hätte – auch nicht mit einem perfekten Rennen.“


SILBER FÜR PEPO PUCH

Pepo Puch und sein Pferd Fontainenoir gewannen in der Dressur-Kür die Silbermedaille. Puch, der schon im Dressur-Einzelbewerb Gold geholt hatte, startete am Freitag auf seinem elfjährigen Hengst Fontainenoir im Individual Freestyle Test (Grade IB), in dem er 2012 in London gewonnen hatte. Zu Walzerklängen bestritt der Steirer seine Kür und schaffte den hohen Score von 76,750. Doch Lee Pearson, der erfolgreichste Reiter der paralympischen Geschichte, auf Zion war diesmal um einen Tick besser (77,400). Der Brite, der in der Einzel-Dressur hinter Puch Zweiter geworden war, eroberte seine bereits elfte paralympische Goldmedaille. Die Dänin Stinna Kaastrup auf Smarties machte erneut Bronze.


BRONZE FÜR KRISZTIAN GARDOS

Erste Medaille für Österreich bei den XV. Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Und wieder durch einen der stets verlässlichen Tischtennisspieler: Krisztian Gardos gewann durch einen ebenso klaren wie überraschenden Sieg im „kleinen Finale“ gegen den um zwanzig Jahre jüngeren Chinesen Lian Ho die Bronzemedaille. Tischtennis ist in China eine Frage der Ehre, und so ist China auch bei den Paralympics die dominante Nation. Umso erstaunlicher, dass ein Österreicher einem Chinesen nicht den Funken einer Chance lässt. Krisztian Gardos, 41, brauchte genau 20 Minuten, um Lian Ho 11:9, 11:7, 11:4 zu besiegen. „Der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte er. „Ich war perfekt auf diesen Linkshänder eingestellt. Ich bekam sehr viele gute Hinweise von meinem Extrainer per WhatsApp und telefonisch von meinem Bruder Robert.“ Gardos spielte serienweise präzise Schmetterbälle, sein Gegner brachte zwar viele davon zurück, doch der Österreicher wartete auf seine Chance und machte alle Big Points.


BRONZE FÜR ANDREAS ONEA

Bronzemedaille für Schwimmer Andreas Onea bei den XV. Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio: Nach Platz 6 in Peking und Platz 4 in London hat es diesmal mit der Medaille geklappt: Der 24-jährige Niederösterreicher musste sich über 100 Meter Brust in 1:44,44 nur dem Spanier Oscar Saluero Galisteo und dem Italiener Federico Morlacchi geschlagen geben. „Ich bin so unglaublich glücklich“, strahlte Andy nach seinem sensationellen Rennen, in dem er lang auf Platz 5 gelegen war. „In London war ich drei Zehntel hinter Bronze, jetzt habe ich Bronze um drei Zehntel gewonnen – ich kann meine Gefühle kaum beschreiben! Dieser Tag ist für uns überhaupt ein Wahnsinn mit so vielen Medaillen für uns Österreicher. Haltet uns weiter die Daumen, wir werden weiter unser Bestes geben.“


BRONZE FÜR GÜNTHER MATZINGER

Dass die Wiederholung seines Goldlaufs von London 2012 schwierig sein würde, wusste Günther Matzinger schon vor dem Finale über 400 Meter (Klasse T47) sehr genau. Doch dem Salzburger gelang es in einem höchst spannenden Rennen diese Leistung zu bestätigen . Bronze in der persönlichen Saison-Bestzeit von 48,95! „Ich hab nicht gewusst, ob ich Zweiter oder Fünfter geworden bin“, berichtete er nach seinem Finallauf. „Ich habe noch selten zuvor so ein enges Rennen gesehen. Nach all den Verletzungen und nach meinen aktuellen Oberschenkelproblemen ist es großartig, dass mir diese Bestätigung gelungen ist. Diese Bronzemedaille zählt sicher genauso viel wie die Goldene in London.“
Besiegt wurde der 29-Jährige nur vom Kubaner Ernesto Blanco (48,79) und dem Brasilianer Petrucio Ferreiro dos Santos (48,87).


BRONZE FÜR NATALIJA EDER

„Ich bin überglücklich“, strahlte Natalija Eder nach ihrem Wettkampf. Die sehbehinderte Speerwerferin stellte bereits mit ihrem ersten Wurf die Weichen zur Medaille. 40,49 Meter, damit verbesserte sie ihre persönliche Bestmarke gleich um 61 Zentimeter. Es war der erste (gewertete) 40-Meter-Wurf ihrer Karriere. „Ich habe schon beim Probewurf gemerkt, dass etwas gehen könnte“, sagte sie.  „Von dem Vierziger habe ich schon so lange geträumt – jetzt hab ich ihn geschafft. Und so auch den österreichischen Rekord!“
Natalija Eder hatte schon 2012 in London Bronze geholt. „Mein Trainer Gregor Högler und ich haben wirklich viel weiter gebracht.“ Jetzt freut sich die in Weißrussland geborene Steirerin schon auf ihre beiden Söhne Thomas (12) und Lukas (9). „Der Kleine hat gleich nach der Siegerehrung angerufen und gesagt, dass er unbedingt das Maskottchen haben will. Aber die Medaille darf ich behalten!“

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