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Asyl-Notquartiere in Wien

(von Heinz Gardavsky)

Die neuen Unterkünfte für Asylanten wurden im 23. Bezirk bereits adaptiert. Die Anrainer sind nicht begeistert, die ersten Bürgerproteste werden laut und auch die Politiker tun sich schwer. Abgesehen von SPÖ und den Grünen, für die alles klar ist, hat sich die Bezirksvertretung Liesing uneingeschränkt zu den Grundsätzen der „Genfer Flüchtlingskonvention“ zu bekennen.

Prinzipiell sind Bauten wie die vorgesehen Unterkünfte zu schade um ungenützt zu bleiben, dennoch ist es einer Überlegung wert, ob es sinnvoll ist, 750 Flüchtlinge hier wie in einem Ghetto unterzubringen. Es gibt in der näheren Umgebung weder Arbeitsplätze noch Schulen, von Krankenhäusern schon gar keine Spur. Das Spital Hietzing soll verlegt werden und die ehemaligen Altenheime dieses Anwesens sind ohnehin schon mit etwa 1000 Asylanten belegt.

Noch hält sich die Kriminalitätsrate in Grenzen. Wie aber wird es in Zukunft sein. Ich war Ende des Vorjahres in einem Pavillon des früheren Lainzer Areals. Ich begegnete Syrern, Marokkanern, Schwarzafrikanern und andere Volksgruppen, die jeder für sich in Gruppen herum gesessen sind. Keine Möglichkeit eine Arbeit zu finden, die Kinder hatten keine Schulbildung, auch keine Möglichkeit dazu und ich hörte ein Konglomerat von Sprachen, verschiedene Lebenseinstellungen und Religionsunterschiede. Deutsch hat keiner geredet, warum auch?

Ich glaube nicht, dass es anders sein wird, wenn 750 Asylanten im Grätzel Atzgersdorf angesiedelt werden. Ein Teil will ohnehin weiterziehen, ein anderer Teil weiß, dass er keine Chance auf den Verbleib in Österreich hat und der Rest lebt im Ungewissen.

Man bemüht sich bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ist das aber genug? Der Samariterbund und die Johanniter werden rund um die Uhr Sozialbetreuer stellen. Ebenso werden private Sicherheitsfachleute und zeitweise Polizeieinheiten vor Ort sein. So die Aussage vom Bezirksvorsteher Gerald Bischof. Die Kosten bleiben natürlich am Steuerzahler hängen.

Auch in Floridsdorf und in Donaustadt ist ein wilder Asylstreit losgebrochen. Die Donaustädter Bezirksvorstehung, unter der Führung von Anton Mahdalik, startet mit einer Fülle von Anträgen und Anfragen (22. Februar). Das beginnt mit einer nächtlichen Ausgangssperre über gratis Selbstverteidigungskurse bis zur Bildung einer Bürgerwehr.

Am 23. Februar war eine Bürgerinfo in Floridsdorf geplant. Hier machen sich die Bürgerliste WIFF von Hansjörg Schimanek und die FPÖ um eine härtere Linie gegen die rot-grünen Asylpläne im 21. Bezirk stark. Unterstützt werden sie von der Mehrheit der dort ansässigen Menschen.

Wie auch immer alles ausgehen wird, die Zukunft sieht für die Wiener Bevölkerung nicht gerade rosig aus. Ich hoffe nur, dass es bei uns kein zweites Köln geben wird. Die schwarzafrikanische Rauschgiftgilde im 12. Bezirk ist ohnehin schon genug!

Ein Blick ins Gelände

So sehen die Gebäude aus

Impressionen aus der Ziedlergasse

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