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Infotour: Barrierefreiheit am Vöcklabrucker Stadtplatz

it einer Informationstour über den Stadtplatz Vöcklabruck haben die Wirtschaftskammer und der OÖ Zivil-Invalidenverband vor kurzem den Unternehmerinnen und Unternehmern ein besonderes Service geboten. Seit Anfang 2016 ist es gesetzlich vorgesehen, dass alle Güter und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, somit auch Verbrauchergeschäfte, barrierefrei zugänglich sind. Dazu gehören natürlich auch die Geschäfte am historischen Stadtplatz.

Auf Initiative der Bezirksstelle Vöcklabruck der Wirtschaftskammer besuchte ein Team des OÖZIV sowie des Blinden- und Sehbehindertenverbandes im Jänner einige Geschäfte am Vöcklabrucker Stadtplatz, um Tipps zur Barrierefreiheit zu geben. Begleitet wurde diese Informationstour von Wirtschaftsstadtrat Mag. Maximilian Lötsch und Günther Hattinger von der Bauabteilung der Stadt Vöcklabruck. „Wir wissen, dass Barrierefreiheit gerade in historischen Gebäuden wir auf unserem Stadtplatz oft sehr schwierig umzusetzen ist“, erklärt der Bezirksstellenleiter der WKO, Josef Renner. „Darum war es uns wichtig, Hilfe und Tipps durch echte Profis vom Zivilinvalidenverband anzubieten.“

Nach der Infotour fiel ein erstes Resümee positiv aus: Grundsätzlich sind die Geschäfte und Lokale am Stadtplatz gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; für Menschen mit Behinderung stehen mehrere Parkplätze sowie eine öffentliche Toilettenanlage zur Verfügung. Der Großteil der Gebäude am Vöcklabrucker Stadtplatz besteht aus historischem Baubestand; meist sind es eine oder zwei Stufen, die zu überwinden sind, um die Geschäfte zu betreten.

Kostengünstige Lösungen – große Wirkung

Hannes Wiesinger, Experte für Barrierefreies Bauen, zeigte den Gewerbetreibenden kostengünstige Lösungswege, um das eigene Geschäft barrierefrei zu gestalten. So können unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit auch z.B. eine mobile Rampe aus geriffeltem Aluminium und eine Türklingel, Rollstuhlfahrern den Zugang zu einem Geschäft ermöglichen. Thomas Menrath, Mobilitätsprecher des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, gab hilfreiche Hinweise bezüglich Beleuchtung sowie kontrastreichen Glasflächenmarkierungen. Bei der Markierung von Glastüren und Stufen geht es darum, diese für Sehbehinderte sichtbar zu machen und das Verletzungsrisiko durch einen unvermittelten Anprall oder Stolpern zu verringern.

„Es ist erfreulich, dass in fast allen Betrieben eine aufgeschlossene Stimmung zur Barrierefreiheit vorherrscht und wir durch unsere Informationstour Zweifel oder Skepsis verringern konnten,“ so OÖZIV Landesobmann Dr. Gerhard Mayr abschließend.

© Katharina Gruber | OÖZIV

Auf Infotour zur Barrierefreiheit bei den Vöcklabrucker Stadtplatzgeschäften: Wirtschafts-Stadtrat Maximilian Lötsch, Roman Huemer-Erber, Thomas Menrath, Michael Leitner, Ing. Hannes Wiesinger und Josef Renner (v.l.n.r.)

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