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Wien ist anders – Heinz Gardavsky

Am 24. November 2015 hat der Bundespräsident Landeshauptmann Michael Häupl und seine Stadträte an gelobt. Jetzt fällt Rot-Grün II wieder über Wien her. Vassilakou will den Ring begrünen und neue Fußgängerzonen für unser Steuergeld bauen, neue Kurzparkzonen schaffen und etliche Dreißigerzonen (laut Autofahrerklubs : dumme) einrichten. Zum Beispiel am Gürtel. Dort wo es tagsüber vorwiegend Stau gibt, soll nun in der Nacht Tempo 30 gefahren werden.

Dann wollen die Grünen noch 15 gut bezahlte Aufsichtsratsposten für die Ökos, was schon bei den Koalitionsverhandlungen im Vorfeld für Empörung sorgte. Nebenbei ist noch eine Art Legalisierung fürs Kiffen geplant. Es soll ab Jänner 2016 quasi straffrei gestellt werden.

So ist es, wenn eine Regierung im Amt ist, mit der viele unzufrieden waren, dennoch gewählt wurde. Die Partei mit den meisten Stimmenzuwächsen redet weder bei der Regierungsbildung, noch bei den dubiosen Verkehrsplänen mit.

Das machen nur diejenigen, welche gegenüber der letzten Wahl viele Wählerstimmen verloren haben. Wien ist eben anders.

Nur noch ein paar Zahlen. 120.000 Euro verschlang eine 35 Meter lange Begegnungszone am Naschmarkt. 2,9 Millionen Euro sind für Bäume und Fußgängerzonen rund um die Landstraße vorgesehen. 25 Millionen Euro will man für Wiens meistdiskutierte Einkaufsmeile bereitstellen. Wird das Projekt „Mahü II“ doch noch Wirklichkeit?

Über Themen: Flüchtlingspolitik, Arbeitslosigkeit oder Gesundheitswesen wird zur Zeit nur nachgedacht, aber Konkretes oder sogar Lösungsvorschläge gibt es nicht.

Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ) regt zwei Untersuchungskommissionen an. Und zwar zu den Themen Fremdkredite (Ausstieg aus dem Frankenkredit) und Krankenhaus Nord (unerwartete Kostenexplosion).

Wien hat gewählt und es ist so wie es ist! Gewinner sind Verlierer und Verlierer sind Gewinner.

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