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Theater Delphin – Heinz Gardavsky

Behinderte spielen Theater:
„Bloody Times“ im Theater Delphin

(von Heinz Gardavsky)

Am 9. Dezember 2015 durfte ich ein sehr interessantes Theaterstück miterleben. Im 6. Bezirk im „Theaterbrett“ in der Münzwardeingasse gaben Schauspieler zusammen mit Behinderten eine amüsante Aufführung zum Besten. Es war dies eine Fantasiegeschichte von Werwölfen und Vampiren, die in einer Schule ausgebildet werden. Es ging um Machtbedürfnisse und dem Kampf von Gut und Böse.

Prof. Dr.Dr. Heinrich von der Rolle als Rigel Flamond

 

Ich war sehr erstaunt über die Leistung aller. Besonders der Schulleiter Univ. Prof. Dr. Dr. Heinrich von der Rolle (Rigel Flamond), der erzählend durch das mehr als eineinhalb stündige Programm führte, beeindruckte mich sehr. Später las ich im Programmheft, dass der Halbkanadier bereits in seiner Volksschulzeit dem Theater nahestand und seitdem regelmäßig auf der Bühne sein Können zeigte.

 

Auch der im Rollstuhl sitzende Marcell Vala, der den Werwolf Mad spielte, war beeindruckend. Seine kräftige Stimme stand keinem der professionellen Schauspielern nach. Er ist bei Theater Delphin seit 2011 dabei und hat schon in mehreren Stücken mitgewirkt. Zuletzt 2014 in „Sophies Garten“.

 

Marcell Vala als Werwolf Mad

 

Negative Kritik kann ich eigentlich keinem von diesem Ensemble aussprechen. Es waren alles unterhaltsame Figuren, die mich und alle anderen Zuseher fortwährend zum Lachen brachten. Bis es am Ende kommt zum Friedenspakt kommt und das Gleichgewicht zwischen Vampir, Werwolf und Mensch ist wieder hergestellt wird.

Ein Bravo noch an Frau Gabriele Weber und Herrn Georg Wagner, die für Regie, Inszenierung und Produktionsleitung zuständig waren. Hoffentlich gibt es bald wieder so ein Projekt, das uns, wenn auch nur für kurz, das viele Leid unserer heutigen Zeit vergessen lässt.

 

 

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