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Generalversammlung in Linz

von Schriftführer Heinz Gardavsky)

Ort: Hotel IBIS, Linz
Beginn: 14 Uhr
Anwesend: 38 Personen

Nach der Begrüßung durch den Obmann wird folgende Tagesordnung festgelegt:

Top 1 : Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Mag. Weinert vom Sozialministerium im Gespräch mit unserem Mitglied Karl Janesch-Voit

Gleich zu Beginn wird unseren verstorbenen Mitgliedern in einer Schweigeminute gedacht. Im vergangenen Jahr von uns gegangen sind neben anderen Albert Wöhrer und Heinz Schneider, Gernot Egger und Ingrid Dworschak, geb. Voboril erst kürzlich.

Nachdem die Beschlussfähigkeit festgestellt wird kann, zum zweiten Punkt übergegangen werden.

Top 2 : Genehmigung bzw. Änderung der Tagesordnung

Es liegen 4 Anträge von Dr. Johann Hinteregger und 13 von Anton Steiner vor, die zur Abstimmung gebracht werden sollen. Dr. Rainer Geissler verliest alles. Es wird beschlossen, darüber unter Punkt 9 zu diskutieren.

Die bestehende Tagesordnung wird dennoch beibehalten.

Top 3 : Ehrung langverdienter Vorstandsmitglieder

Mag. Wolfgang Glaser bei seiner Dankesrede

Geplant war Gernot Egger eine Auszeichnung des Landes Oberösterreich zu überreichen. Der Verband versucht eine posthume Ehrung zu erreichen.

Mag. Weinert vom Sozialministerium übergibt Mag. Wolfgang Glaser die ihm vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille der Republik Österreich. In einer Ansprache wird ein kurzer Lebenslauf mit allen Stationen und seine Verdienste den Anwesenden näher gebracht. Auch Wolfgang Glasers Zitat: „Wer das Mögliche erreichen will, muss das Unmögliche versuchen“ wird erwähnt.

Nach der Übergabe dankt Wolfgang Glaser allen, die ihm auf seinem Lebensweg unterstützt haben und sagt auch, dass jeder Mensch, ob behindert oder nicht, ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft ist. „Keine Behinderung ist gleich, aber jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse“, schließt er seine Rede. Wir freuen uns mit ihm und wünschen ihm auch noch alles Gut für seinen weiteren Lebensweg.

Hier gibt es die Dankesrede von Mag. Wolfgang Glaser zum Download.

Hier gibt es den Lebenslauf von Mag. Wolfgang Glaser zum Download.

Top 4 : Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung

Dem Antrag zur Nichtverlesung des Protokolls wird stattgegeben. Danach geht man übergangslos zu Punkt 5.

Top 5 : Bericht des Obmanns

  • 9 Sportveranstaltungen haben wir in den vergangenen Jahren jeweils abgewickelt.
  • Seit 1997 gibt es ohne Unterbrechung den Rehab-Aufenthalt in Rovinj – 2016 zum 20. Mal.
  • Seit 2002 gibt es ebenfalls jedes Jahr Kulturtage – heuer zum 1. Mal im Ausland (Nottwil, Schweiz).
  • 2014 wurde zu dem heißen Thema § 29 b StVO ein Arbeitskreis (Vorsitzender: Herbert Pichler) eingerichtet; ein Ergebnis, in welche Richtung auch immer, steht noch nicht fest. Bisher konnten noch keine wesentlichen Erfolge verzeichnet werden. Man versucht aber eine Lösung wie in Deutschland anzustreben
  • Mit unserem Hauptsponsor Dentsply besteht noch immer der Vertrag. Dentsply präsentiert sich bei der GV durch Roll-Up und Werbematerial.
  • Der VQÖ kann nach wie vor 2 Rollstuhlfahrer (plus Begleitperson) zum Empfang des Bundespräsidenten im Dezember bekanntgeben. Es melden sich: Martha und Ernst Preisinger, Richard Schaefer und Manfred Stürzlinger
  • Mit unserem Freiwilligen-Team gelingt es stets 4 Mal im Jahr, das Informationsblatt „Rollstuhl aktiv“ herauszugeben.
  • 2014 war das Büro in der Sahulkastrasse aufgrund eines Hauswasserschadens für ein halbes Jahr unbenutzbar – die Bauaufsicht war nervig. Für diese Zeit wird uns nachträglich keine Miete verrechnet. Fini Zhanial hat die Räumlichkeiten gesäubert und es kann wieder im Büro gearbeitet werden.
  • In der zurückliegenden Periode waren wir bei 5 Bundesvorstandssitzungen des ÖZIV vertreten.
  • Unser Mitglied Herbert Pichler wurde als Vizepräsident in die ÖAR gewählt.
  • Der nächste ESCIF-Kongress findet in Wien statt. Termin: 11. bis 13. Mai 2016.
  • Über den ÖAMTC konnte die Problematik eines Leihautos für einen Behinderten nach einem nicht verschuldeten Unfall abgeklärt werden. Laut ÖAMTC kann man bei unverschuldeten Unfällen Taxirechnungen für notwendige Fahrten bei der generischen Versicherung einreichen. Diese müssen auch bezahlt werden, wenn kein adäquater Wagen zur Verfügung gestellt werden konnte. Anfrage von Richard Schaefer: Gibt es beim ÖAMTC behindertengerechte (sprich umgebaute) Autos? Antwort: Nein! Anregung Richard Schaefer: Es sollte aber zumindest bei jeder Landesstelle eines für den Behinderten bereitstehen. Der Vorstand wird sich diesbezüglich bemühen.
  • Ein Brief an das KHM betreffend Probleme mit dem Lift und Verwendung des Euro-Schlüssels wurde geschrieben und eine Zusage zur Berücksichtigung im Zuge des Umbaus wurde gemacht.
  • Eine vernünftige Lösung bei nachfolgenden Parkplätzen konnte angeregt werden. (Spital Hollabrunn, Mödling und Maria Enzersdorf
  • In der Sonderausgabe von „Lofric aktuell“ waren 4 Seiten dem VQÖ gewidmet.
  • Spanische Hofreitschule: Rollstuhlfahrer wurde von einer Führung ausgeschlossen; Direktorin verspricht schriftlich, dass das nicht wieder vorkommen werde.
  • VCÖ hat den neuen Hauptbahnhof in Wien als den besten gewählt – schriftlich habe ich auf die nicht vorhandenen Hinweisschilder für die Rolli-WC’s verwiesen.
  • Der ÖAMTC hat mich zur Beratung betreffend Clubmitglieder mit Behinderung eingeladen – hier kann etwas sinnvolles Neues entstehen.
  • Das Ehepaar Janesch-Voit war bereit, die Abwicklung der Inserate zu übernehmen. Da dies für den Verband überlebenswichtig ist, bedankt sich unser Obmann für das Engagement von Karl und Rosemarie. Auch dem Kassier Fritz Gardavsky wird für seine Tätigkeit Respekt und Dank ausgesprochen.

Top 6: Kassabericht

Der Kassier berichtet über die sehr gut Zahlungsmoral. Bis Mitte September wurden bereits von ca. 88% unserer Mitglieder der Mitgliedsbeitrag für 2015 bezahlt. Für die Jahre 2013 und 2014 überwiesen jeweils mehr als 95% der Mitglieder ihren Beitrag.  Die Einnähmen durch Mitgliedsbeiträge ist eine konstante Größe geworden.

In den Berichtsjahren 2013 und 2014 gab es am Jahresende beide Male eine erfreulichen Überschuss. Im Details sieht das folgendermaßen aus:

Jahr  Einnahmen Ausgaben Ergebnis
2013 128.334 -110.537 17.797
2014 130.747 -122.815 7.932

Im Jahr 2015 gibt es zu Ende September den unerfreulichen Zwischenstand, dass unser Verband um ca. 13.880 Euro mehr ausgegeben als eingenommen hat. Im allgemeinen zeigt aber das letzte Quartal einen Überschuss – nicht zuletzt durch die Subvention von „Licht ins Dunkel“. Es ist daher zu erwarten, dass das Jahresergebnis wesentlich besser als der Zwischenstand ausschaut.

Auch für 2016 ist ein Minus zu erwarten, da wir im April 2016 den Kongress der Europäischen Paraplegikervereinigung in Wien durchführen. Es ist nicht vorstellbar, dass die dafür anfallenden Kosten durch zusätzliche Subventionen abgedeckt werden können.

Aufgrund der positiven Ergebnisse der Vorjahre ist die finanzielle Situation des Verbandes als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Top 7 : Bericht des Rechnungsprüfers und Entlastung des Vorstands

Hubert Lohner und Kurt Blaha haben die Rechnungsprüfung durchgeführt, alles für in Ordnung befunden. Es wird der Antrag gestellt, den Vorstand zu entlasten. Einstimmig angenommen.

Top 8 : Höhe Mitgliedsbeitrag

Es wird als nicht notwendig empfunden, den Mitgliedsbeitrag zu ändern, da der Verband in einer gesicherten finanziellen Situation ist.

Top 9 : Debatte und Beschlussfassung über Statutenänderung, Diskussion und Abstimmung der eingegangenen Anträge

Dr. Rainer Geissler liest laut der Statuten des Vereins alle Anträge vor.

Melitta Paulinec fragt, ob Dr. Johann Hinteregger noch Mitglied ist und ob es überhaupt notwendig ist, über seine Anträge zu diskutieren und abzustimmen. Wolfgang Glaser sagt, dass Dr. Hinteregger seine Mitgliedschaft wohl aufgelöst hat, aber er laut Statuten bis Ende des Jahres noch beim VQÖ dabei ist. Melitta Paulinec fragt, warum er denn dann überhaupt Anträge stelle. Die Frage kann nicht beantwortet werden.

Zunächst wird der Antrag 1 (Anton Steiner) auf eine geheime Abstimmung verworfen
Antrag Dr. Hinteregger: ÖAR aus dem Text streichen. Wortmeldung des Vorstands ist, dass eine Lebensfähigkeit unseres Vereins wohl ohne Zugehörigkeit von ÖAR nicht gegeben ist.
Antrag abgelehnt
Dem Antrag von Dr. Hinteregger, einen fix bezahlten Rechtsberater im Verein anzustellen, ist aus finanziellen Gründen nicht möglich, es sei denn, dass Dr. Hinteregger einen Sponsor findet, der bezahlt.
Antrag abgelehnt
Über den Antrag unseres scheidenden Mitglieds, den VQÖ neu zu organisieren (wie auch immer – Vorschlag wurde keiner gemacht) wurde abgestimmt:
Antrag abgelehnt
Antrag von Dr. Hinteregger beschäftigt sich auch mit dem § 29 b. Manfred Schweizer erklärt erneut, dass noch kein nennenswertes Ergebnis vorhanden ist. Der schon erwähnte Arbeitskreis strebt zwei verschiedene Ausweise an, wodurch man erkennen könnte, wer den echten breiten Behindertenparkplatz in Anspruch nehmen könnte und wer nicht.
Sein Antrag auf Austritt aus dem ÖAR wird abgelehnt

 

Anton Steiners Anträge werden danach behandelt.

 Antrag 2: Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Gleichstellung.
Antrag abgelehnt
Antrag 3: Barrierefreiheit und Ö-Norm B 1600.
Antrag angenommen
Antrag 4:ORF-Teletext – Informationen des VQÖ über eine Teletextseite verbreiten. Wird an den Vorstand verwiesen, da Kosten unklar. Auch wer das initiieren soll, bleibt offen
Antrag 5: Statutenänderung und Mitgliederwerbung. Manfred Schweizer teilt zur Information Abschriften der Statuten unter den Mitgliedern aus.
Teil 1 – Statutenänderungen sollen vom Vorstand überdacht und besprochen werden.
Teil 2 – Honorierte Mitgliederwerbung
Antrag abgelehnt
Antrag 6: Restriktive Vergabe des Eurokey.
Antrag abgelehnt
Antrag 7: Parkausweis für Behinderte mit dem Rollstuhl.
Da es bereits einen Arbeitskreis gibt, der sich damit beschäftigt, wird der Antrag an den Vorstand weitergeleitet
Antrag 8: Rollstuhlsymbol. Ein allgemeines Symbol für Behinderung muss nicht für den Gebrauch eines Rollstuhls schlüssig sein.
Antrag abgelehnt
Antrag 9: Rollstuhlsport im ÖBSV.
Karl Janesch-Voit: Zum Tischtennisturnier in seinem Heimatort ist trotz Verständigung aller Medien (ORF, Radio, usw.) nur ein lokaler Sender gekommen. Manfred Schweizer: Es wird vom VQÖ genug unternommen, viel mehr geht nicht. Anton Steiner: Es fehle ihm das Sportfest in Strebersdorf, da gab es noch eine Kameradschaft und Gemeinsamkeit, die er heute oft vermissen würde.
Antrag abgelehnt
Antrag 10: Kündigung der Mitgliedschaft des Verbandes beim ÖZIV.
Manfred Schweizer: Im Laufe der Jahre hat die Mitgliedschaft beim ÖZIV für den VQÖ viel bedeutet.
Antrag abgelehnt
Antrag 11: Mitgliedschaft Maria Lubei-Steiner.
Zurückgezogen, da statutenwidrig
Antrag 12: Statuten: wird von Anton Steiner zurückgezogen, da irrtümlich doppelt
Antrag 13: Landesstellenleiter.
Manfred Schweizer: War schon mal da. Hat sich vor den Zeiten des Internets bewährt. Mittlerweile sind einige Landesstellenleiter verstorben oder haben ihre Funktion zurückgelegt, da sie nicht mehr kontaktiert wurden. Daher wurde der Antrag zum Überdenken der Situation dem Vorstand übergeben

 

Top 10: Termin und Ort der nächsten Generalversammlung

Manfred Schweizer bittet um Vorschläge der Mitglieder, gibt aber zu bedenken, dass die Sitzung noch vor dem Mai 2017 angesetzt werden müsse. Übrigens ist das auch zugleich die 60-Jahres-Feier des Vereins.

Top 11: Allfälliges

Es liegen Folder zum 8. Österreichischen Berufswettbewerb (19. bis 22. November 2015) auf. Wer sich anmelden möchte, der möge sich einen holen.

Neun Mitglieder haben auf die Bitte um Meinungen bezüglich Bettzeugverfärbungen durch Katheter in unserem letzten Nachrichtenblatt reagiert. Schuld sei die Wasserbeschichtung.

Manfred hält die Einladung zur Verleihung des Pflegepreises 2015 ist seiner Hand und sagt, dass er mit Maria dorthin gehen werde.

Am 4. und 5. November werden auf der Messe-Wien Exemplare von „Rollstuhl Aktiv“ zur freien Entnahme aufgelegt.

Manfred Schweizer erwähnt, dass 9 Veranstaltungen vom VQÖ durchgeführt wurden, aber es auch Privatinitiativen gegeben hätte. Hannes Wiesinger ergreift das Wort und erklärt, dass der Flugtag für Kinder bereits sechs Mal auf seine Initiative hin und mit Unterstützung des VQÖ veranstaltet wurde. Beim letzten Mal wollten etwa 50 Kinder das Angebot zu fliegen für sich in Anspruch nehmen. Also alles in Allem ein großer Erfolg!

Anton Steiner fragt an, ob der Verein daran denkt, eine Spende dem Flüchtlingsstrom zur Verfügung zu stellen. Es sind keinerlei Aktivitäten zu erwarten. Hilfe gab es aber von Privatpersonen, die Mitglieder des VQÖs sind.

Milli Schwarz bedankt sich beim Vorstand für die ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sie sollen sich nicht „den Nipf nehmen lassen“ und so weitermachen wie bisher. Sie wäre zufrieden und fühle sich gut vertreten.

Top 12: Vergabe des Albert-Wöhrer-Gedenkpreises an das älteste anwesende Mitglied

Milli Schwarz: 1934 geboren, ist sie 1970 dem Verband beigetreten und seither ein treues Mitglied. Eine Urkunde und ein Golddukaten werden ihr vom Obmann überreicht. Sie bedankt sich in einer kurzen Rede. Sie hat sich sehr darüber gefreut.

Weitere Details gibt es hier.


Manfred Schweizer bedankt sich bei allen anwesenden Personen und lädt zum gemeinsamen Abendessen ein.

 

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