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Rehab-Aufenthalt Rovinj

Rovinj 2015
(von Georg Leitinger)

Als langjähriges Mitglied des VQÖ waren mir die Angebote unseres Verbandes für einen Rovinj-Aufenthalt bekannt. Mein Sohn Georg und ich hatten ein Doppelzimmer.

Nach der Anreise mit meinem Pkw war die Freude groß, als mich unser Obmann Manfred Schweizer trotz Verspätung bereits erwartete und beim Ausladen und Zimmerbezug tatkräftig half. Diese Hilfsbereitschaft setzte sich fort als ich feststellte, dass bereits die erforderliche kurärztliche Untersuchung am nächsten Tag um 8.00 Uhr organisiert war. Auch auf das Erfordernis eines für mich geeigneten Bettes hat er die zuständige Sr. Brigitta hingewiesen.

8:30 Uhr: Zeit für Atemtraining und Gymnastik

Einem guten Start meines Rehab-Aufenthaltes stand somit nichts mehr im Wege. Die Kurärztin kannte nicht nur das Problem von Menschen mit Querschnittlähmung sondern auch -mich betreffend- von Poliopatienten.

Alle Teilnehmer unserer Gruppe hatten die Möglichkeit, zu günstigen Preisen verschiedene physikalische Therapien in Anspruch zu nehmen.

Alle Tage, ausgenommen Sonntag, begannen für unsere Gruppe um 08.30 Uhr mit Atemtraining incl. Gymnastik, geleitet von Manfred, manchmal unterstützt von Klement Putz. Da es mir freigestellt war, mit der anwesenden Gruppe von AUVA-Patienten diese Übungen zu absolvieren, nahm ich 2-mal bei dieser Gruppe teil, stellte aber fest, dass die Übungen unserer Gruppe konform durchgeführt, aber durch heitere sprachliche Ergänzungen lockerer zu bewältigen waren. Bei der zeitlichen Festsetzung des übrigen Therapieplanes wurde wunschgemäß auf den Zeitpunkt von Gruppentherapien Rücksicht genommen.

Dies betraf auch den täglich möglichen 1-stündigen Aufenthalt im ca. 30 Grad warmen Meerwasserbecken. Während dieses Aufenthaltes wurde für alle Teilnehmer von Montag bis Freitag von einer Therapeutin ca. 25 Minuten Gruppengymnastik angeboten. An Samstagen wurde im selben Meerwasserbecken 1-stündiges freies Schwimmen ohne Gymnastik angeboten.

Ausflug zum Limski-Kanal

Manfred kennt die positive Wirkung des Schwimmens im warmen Meerwasser und nutzte seine Beziehungen zur Leitung von Bolnica in der Weise, dass er einen Schlüssel zum Hallenbad erhielt und Interessenten unserer Gruppe unter seiner Aufsicht sogar an Sonn- und Feiertagen eine Stunde schwimmen konnten.

Der Erholungsfaktor dieses Aufenthaltes wurde zusätzlich erheblich durch die nette Kameradschaft innerhalb unserer Gruppe und mit dem Personal erhöht.

An einem Nachmittag startete ein Teil unserer Gruppe bei etwas unruhiger See mit einem gut geeigneten Katamaran einen Ausflug zum Limski-Kanal. Dabei bestätigte sich die Erfahrung mit baulichen Barrieren von Manfred und Begleitpersonen. Obwohl das angepeilte Restaurant nicht barrierefrei war, wurden wir rasch über die Stufen auf eine Terrasse gebracht um unseren Durst zu löschen.

Ausflug nach Tikel, im Hintergrund: Motovun

Auch der abendliche Besuch eines Konzertes in der Franziskaner-Kirche wurde angeboten. 10 Personen haben eine stimmungsvolle Darbietung erlebt.

Einen weiteren Ausflug machten 14 Personen unserer Gruppe zu einem netten Restaurant in TIKEL, wo wir auf einer Aussichtsterrasse bei gutem Wein köstlich kulinarisch verwöhnt wurden und eine schöne Aussicht auf den auf einem Hügel gebauten Ort Motovun genießen konnten.

Zum Zeitpunkt der Abrechnung unserer Konsumation erlebten wir eine Überraschung: Roswitha Simmel eröffnete uns, dass sie anlässlich ihres kurz bevorstehenden Geburtstages die Kosten – Essen und Getränke – für alle übernimmt. Danke Roswitha, dies war sehr großzügig, und ich bin froh, dass wir an deinem Geburtstag (29.6.) noch anwesend waren und dir ein Geburtstagsständchen nach der Atemgymnastik darbringen konnten.

Für die netten Stunden bei den sonntäglichen Frühschoppen und der netten abendlichen Einladung zur steirischer Jause herzlichen Dank.

 

Ergänzung von Manfred:

Diese Veranstaltungen und auch das Geburtstagsständchen sind deswegen so gelungen gewesen, weil Georg Leitinger auf seiner Harmonika für die entsprechende Stimmung sorgte

Abschließend besonderer Dank an Maria und Manfred für die vorzügliche Organisation dieses 19. Rehab-Aufenthaltes, der mit Sicherheit allen gesundheitliche Besserung brachte.

Liebe Grüße aus Tirol und lieben Dank allen Teilnehmern für das nette und aufbauende Miteinander.

Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen.

 

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