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NEU!!! Das Sockel-WC – Annemarie Grillenberger

Am 7. und 8. Mai 2015 fand in Klagenfurt die ReCare-Messe statt. Eine Ankündigung dazu gab es am 1. Mai in der „Kärntner Krone“ auf den Seiten 48 – 50. So weit so gut.

Gar nicht gut in diesem Bericht war allerdings Foto 2 auf Seite 50: Hier thront eine Toilette auf einem schätzungsweise 15 cm hohen Sockel! Darunter die Bildbeschriftung „Am besten ist es, gleich bei der Planung an ein barrierefreies Bad zu denken. […]“ (Der Vermerk „irreführend“ im Bild stammt von mir).

ReCare Klagenfurt

Für mich wäre es unmöglich, dieses WC zu benützen, da ich aber nicht unbedingt ein „Transfer-Genie“ bin, befragte ich einige RollifahrerInnen zu diesem Bild und bekam zu hören „absolut nicht machbar“, „mit Hilfe ginge es vielleicht“,  „sind die denn verrückt?“ usw.

Auf meine E-Mail an die Pressestelle der Messe Klagenfurt erhielt ich Antworten vom Unternehmenssprecher der Messe und bald darauf von der Kronenzeitung (für Interessierte habe ich die E-Mail des Unternehmenssprechers weiter unten angeführt). Die Antwort der „Krone“ lautete dahingehend, dass man sich auf die Aussage des Herstellers verlassen hätte, der dieses WC als barrierefrei angepriesen hatte.

Fazit: Keiner ist schuld, dass ein derart irreführendes Bild in einer der meist gelesenen Zeitungen Österreichs veröffentlicht wird! Denn für den Hersteller ist es ja „barrierefrei“. Vielleicht ist es das ohne Sockel tatsächlich? Die Höhe ist zwar anhand eines Fotos schwer abschätzbar, dass aber bei einem „Sockel-WC NICHT von Barrierefreiheit gesprochen werden kann, sollte einleuchten.

Wen wundert es, dass es in vielen Hotels, Restaurants, öffentlichen und nicht öffentlichen Institutionen noch immer Toiletten gibt, die nicht normgerecht angelegt wurden, wenn sogar auf einer Reha-Messe keine korrekten Informationen zu bekommen sind. Denn diese Messe wendet sich laut Messepräsident und Messe-Geschäftsführer „… gezielt an Fachleute und Beschaffungsverantwortliche von Pflege- und Betreuungseinrichtungen und bietet sowohl für Betroffene als auch für Angehörige eine Hilfestellung“. (Kärntner Krone, 01.05.2015, Seite 48) Quo vadis, Austria?

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Sehr geehrte Frau Grillenberger!

Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihr E-Mail. Die Sonderseiten wurden von der KÄRNTNER KRONE zusammengestellt und koordiniert. Die ersten beiden Seiten 48 und 49 wurden von Seiten der Messe geschalten und hierfür haben wir auch die inhaltliche Freigabe erteilt. Die weiteren Seiten – wo sich auch das von Ihnen bemängelte Foto befindet – liegt im redaktionellen Verantwortungsbereich der Zeitung. Ihr Mail haben wir auch an den zuständigen Verkaufsleiter Wolfgang König weitergegeben, um ggf. reagieren zu können.

Wir bedanken uns nochmals für Ihr Feedback!

Mit freundlichen Grüßen

Christian Wallner

Unternehmenssprecher, Marketing Konsumgütermesse

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