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Salzburg ist nicht nur eine Reise wert – Mag.a Monika E. Schmerold aus ÖZIV-Info 2/2013

Einen besonderen Reiz bietet die Stadt Salzburg, wenn sie von hoch oben betrachtet wird. Doch das ist für Rollstuhlfahrerinnen und –fahrer gar nicht so einfach umzusetzen. Trotz einer Festung die hoch oben thront, zweier Stadtberge und einem sechsstöckigen Hotel mit obenliegendem Restaurant bietet sich für diese nur eine wirklich gute Möglichkeit – doch die hat es in sich: Die Aussichtsterrasse auf dem Mönchsberg.

Mit dem öffentlichen Verkehrsmittel, dem Obus, kann die Stadt bequem erkundet werden. Rund 80 Prozent der Obusse in der Stadt Salzburg sind barrierefrei nutzbar und laufend werden es mehr. Sie verfügen über eine ausklappbare Rampe, welche geschulte und sensibilisierte Obusfahrerinnen und Obusfahrer gerne, für jede Person, die sie benötigt, ausklappen. Sollte einmal ein nicht-barrierefreier Obus vorfahren – jede Obusfahrerin und jeder Obusfahrer ruft gerne in der Leitzentrale an und erfragt, wann der nächste Obus mit Rampe kommt.

Erfolgt die Anreise mit dem Auto, sind die barrierefreien Parkplätze auf www.stadt-salzburg.at aufgelistet zu finden. In der Nähe des Mönchsbergaufzuges gibt es den öffentlichen Rot-Kreuz-Parkplatz, der im Freien liegt und von dem es nur wenige Schritte bis in die Altstadt sind. Überdachte Parkplätze bieten die Mönchsberggaragen.

Auf dem Mönchsberg

Die Talstation des Mönchsbergaufzuges ist aber auch zu Fuß meist auf kurzem Weg zu erreichen. Sie befindet sich in der Salzburger Altstadt am Anton-Neumayr-Platz. Auf diesem Platz gibt es auch ein barrierefreies Lokal mit barrierefreier Toilette und einem barrierefreien Gastgarten – das Republic.

Mit dem Mönchsbergaufzug, der in das Innere des Mönchsberges gebaut wurde, kommt man in 30 Sekunden bequem auf den Berg. Dort angekommen bieten sich mehrere Möglichkeiten: Ein Besuch des Museum der Moderne, des Restaurant M32 mit Terrasse oder die seit kurzem für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer barrierefrei zugängliche untere Aussichtsterrasse.

Ist das Ziel einzig die tolle Aussicht auf die Stadt, so führt der Weg nach dem Ausstieg aus dem Mönchsbergaufzug um die Ecke zum Plattformlift. Dieser ist mittels EURO-Key von jeder Rollstuhlfahrerin/jedem Rollstuhlfahrer eigenständig benutzbar. Der EURO-Key kann gegen Werteinsatz auch bei der Talstation des Mönchsbergaufzuges ausgeliehen werden.

Von der unteren Aussichtsterrasse bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf die Altstadt zur rechten Hand, über die Neustadt bis zum Mirabellgarten zur linken Hand. Hier erschließt sich die Bedeutung von Alexander von Humboldts (1769-1859) Aussage: „Die Gegenden von Salzburg, Neapel und Konstantinopel halte ich für die schönsten der Erde.“

Von dieser Ebene aus ist auch der obere Teil des Museumsshops für Rollstuhlfahrer zugänglich. Es ist kein Souvenirshop im herkömmlichen Sinne – ein Besuch lohnt sich.

Nützliche Infos

Für Salzburg Besucherinnen und Besuchern mit Behinderungen empfiehlt es sich grundsätzlich schon vor Anreise den Folder „Salzburg für Menschen mit Behinderung“ anzufordern. Er bietet vielfältige und genaue Informationen zum barrierefreien Aufenthalt in Salzburg. Der Folder kann über www.salzburg.info online oder telefonisch unter 0662/88987-0 bestellt werden.

Kontakt: knackpunkt-salzburg@gmx.at

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