Monoskikurs des VQÖ, 1. Teil vom 13. bis 16. Jänner 2011
(von Mag. Wolfgang Lex)

Was müssen die Teilnehmer des VQÖ Monoskikurses auf jeden Fall mitbringen? Wer die Berichte der letzten Jahre gelesen hat, wird noch vom "traditionellen Wetterglück" zum Kurstermin, egal, ob Jänner oder März, mit Schnee, Nebel und Wind, garniert mit tiefsten Temperaturen, wissen. Also, empfindlich durften die angehenden oder fortgeschrittenen Schifahrer in diesem Jahr wirklich nicht sein.

Dass es noch schlimmer kommen kann, haben wir heuer am ersten Kurstag mit starkem Regen auf 1900m Seehöhe + Nebel + Wind erleben dürfen. Es hat uns nicht abgehalten, das volle Kursprogramm an diesem schwarzen Freitag durchzuziehen, wiewohl vereinzelt Ausfälle am Nachmittag zu verzeichnen waren. Ginzi hat uns zum Ausgleich zum Besuch der Apres-Ski Hochburg "Tenne" in Schladming überredet, wo die letzten "Feuchteschäden" in der Bekleidung aufgetrocknet wurden.

Der nächste Tag brachte einzelnen Kursteilnehmern eine Fortbildung im "Schneeketten anlegen" bei der Auffahrt auf den Stoderzinken ein, die sehr guten Pistenverhältnisse an dem Tag haben unsere Truppe aber wieder versöhnt. Wie wir später erfahren haben, hat das Pistenteam die ganze Nacht zum Samstag durchgearbeitet, um das Regenwasser aus den Pisten abzuleiten.

Sonntag, blauer Himmel, knusprige durchgefrorene Piste, angenehme Temperaturen – einfach ein Traumtag; Ein purer Genuss, das unter den harten Umständen erarbeitete neue Wissen vom perfekten Schwung, vermittelt von unserem tollen Betreuerteam, umzusetzen. Wie immer haben die hervorragenden Videoanalysen am Abend vielen geholfen, sich schitechnisch fortzubilden. Dass dabei wenig Zeit zum freien Schifahren verblieben war, lag in der Natur der Sache. Im Märzkurs wird das freie Schifahren im Vordergrund stehen und wir geloben an dieser Stelle Besserung.

Besonders erwähnen und danken darf ich an dieser Stelle Otti und Doris, die als Begleiter wie selbstverständlich mitgeholfen haben und für uns Betreuer fast unentbehrlich wurden. Die Anfänger haben den Grossteil der Betreuer über die gesamte Kurszeit benötigt, so dass wir ohne die Hilfe beider Damen schnell an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen wären.

Wie jedes Jahr darf ich am Ende des Berichtes auf die Homepage des Organisationsteams verweisen, die wie immer, Infos, Videos und Fotos von den Kursen bereithält: www.monoschi-ost.jimdo.com
Ski Heil

Teilnehmerliste vom Monoschikurs am Stoderzinken Jänner 2011
Sportler: Rindler Sonja
Kaindl Alexandra
Kontsch Daniel
Fritz Wolfdietrich
Schwaiger Alfred
Abramovic Marija
Goranjec Matja
Zöhrer Viktor
Allesch Christof
Homolla Manfred
Loisinger Josef
Breitenecker Franz
Frühwirth Thomas
Kursleiter: Lex Wolfgang
Betreuer: Eisler Herfried
Ginzinger Birgit
Wöhrer Michael
Maier Leo
Begleitpersonen: Paar Claudia
Willenauer Andrea
Zöhrer Otti
Tagesgast: Kopp Roman





Monoskikurs des VQÖ, 2. Teil vom 12. bis 12. März 2011
(von Birgit Ginzinger)

Kann das wirklich wahr sein? Die Sonne lacht, der Wetterbericht scheint gut zu sein und der Monoschikurs steht vor der Tür. Kein Märchen sondern Realität!! Samstag 12.3.2011: Wolfgang Lex, Herfried Eisler, Michi Wöhrer und ich machen uns bei strahlendem Wetter auf den Weg zum Stoderzinken, um dort die berühmt-berüchtigt "Liftlertour" zu beginnen. Beste Schneeverhältnisse sind unser freundlicher Begleiter. Wie immer freuen sich die Liftler und Hüttenwirte über unsere Ankunft und die nötigen Details über Lifteinstiege, Gruppenaufteilung und Rollstuhltransportservice werden besprochen. Danach geht es mit vollem Elan in den Reisslerhof, um unsere 10 Kursteilnehmer mit 5 Begleitpersonen in Empfang zu nehmen und zwar:

Nik Ikonomou + Begleitung, Sebastian Buchsteiner + Begleitung, Hans Lechner + Begleitung, Viktor Zöhrer + Begleitung, Richard Trausnitz + Begleitung, Loisinger Sepp, Sonja Rindler, Safer Jo und Schaschl Christoph.

Eine besondere Freude war es für uns, die 3 neue Kursteilnehmer Gottfried Gratz (Tirol), Helmut Reiter (Pinzgau) und Engelbert Wiedenhofer (Burgenland) begrüssen zu dürfen. Auch einen weiteren Teilnehmer, Sebastian Buchsteiner, der aufgrund einer Schiverletzung über viele Jahre ausgefallen ist, möchte ich hier erwähnen, denn es war mir eine besondere Freude, dass er den Mut gefasst hat, den Schisport wieder auszuüben.

Am Sonntag geht es dann bei leichter Bewölkung auf den Berg, wo wir bei milden Temperaturen die Monoschianpassung in Angriff nehmen, um dann um 9:30 Uhr die ersten Schwünge in den perfekten Schnee und menschenleere Pisten zu ziehen.

Die Gruppen werden geteilt. Während die Fortgeschrittenen mit Wolfgang zum Lärchberglift fahren, bleiben wir mit den Anfängern und mässig Fortgeschrittenen am Rossfeld. Die Erfolgserlebnisse sind so gross, dass wir schon am Nachmittag auch zum Lärchberg fahren können - eine Meisterleistung von unseren Schützlingen.

Rechtzeitig zum Abendessen kommt unser lieber Schilehrer Leo Maier angereist. Damit ist das Betreuerteam komplett.

Der Abend ist wie immer gelungen, auch wenn man die Müdigkeit allen ein wenig anmerkt. Herfried und Hans unterhalten uns mit Gitarre und Saxofon - vielen Dank für die schöne Musik!

Am Montag scheint uns den ganzen Tag die Sonne ins Gesicht und das Highlight des Tages ist der Gipfellift mit allen Teilnehmern! Das Panorama ist überwältigend - der Lohn für die grosse Anstrengungen der Anfänger! Ein Gipfelsekt ist da natürlich Pflicht.

Wie immer wird jeden Tag der Fahrstil gefilmt, um bei der allabendlichen Videoanalyse den bestmöglichen Lernerfolg zu erzielen. In Einzelgesprächen und Einzelübungen versuchen wir den einen oder anderen Fahrfehler schon auf der Piste zu beseitigen, was den Vorteil hat, dass der Rest der Gruppe so viel wie möglich zum Fahren kommt - da wundert es kaum, dass wir diesmal ein Drittel mehr Liftfahrten hatten als im Schnitt der letzten Kurse.

Videoanalyse, gutes Essen, Musik, Lachen und ein gemeinsames Schnapserl lassen alle in süsse Träume fallen.

Auch der letzte Tag wird von der Sonne begleitet. Durch die kalten Temperaturen in der Nacht ist die Piste pickelhart, was leider ein recht hohes Fahrtempo zur Folge hat. Der Weg mit den Anfängern zum Rossfeld ist unvermeidlich, denn die Verletzungsgefahr wäre sonst zu gross.

Ein Gleichmässigkeitsrennen um 11.00 bildet den krönenden Abschluss eines durch und durch erfolgreichen Schikurs. Siegerehrung, anschliessend eingemeinsames Mittagessen im Steinerhaus und dann heisst es leider wieder: auf Wiedersehen bis nächstes Jahr!

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Wolfgang Lex bedanken, der wie immer die Hauptorganisation des Kurses hatte. Bei Herfried Eisler, der uns mit seinen Gitarrenklängen und 25Jahre Schikurserfahrung wieder zur Seite gestanden ist, bei Michael Wöhrer, der bei seinem ersten Monoschikurs eine wirklich tolle Arbeit geleistet hat und jeden Anfänger sicher die Pisten hinunter gebracht hat, bei Leo Maier, der mit seinem guten Analyseauge die Fehler der Teilnehmer geduldig versucht hat auszubessern und bei unseren lieben Otti Zöhrer, die als Begleitperson von Viktor eigentlich die Arbeit eines ganzen Betreuers ersetzt, jedem Gefallenen auf den Schi hilft und stundenlang am Lift steht, um die Monoschifahrer in den Lift zu hängen - ohne einen solchen Engel wäre ein Schikurs nicht so einfach möglich! Danke an alle!

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