Behindertengerechter Umbau der ÖAMTC-Zentrale in Wien
(von Manfred Schweizer)
Als in der Zeitung "monat" der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (das unten abgebildete Faksimile wurde uns von der ÖAR freundlicherweise zum Abdruck zur Verfügung gestellt) im Oktober 2006 ein Bericht über den nicht behindertengerechten Zugang der ÖAMTC-Zentrale in Wien mit Formulierungen wie "der bewusste Ausschluss behinderter Menschen gehört zur fixen Geschäftspolitik des ÖAMTC" und "bewusste Diskriminierung" berichtet wurde, habe ich mich gehörig geärgert.
44 Jahre Erfahrungen im Umgang dieses Autofahrerclubs mit behinderten Menschen haben mich etwas anderes gelehrt. Also machte ich mich auf, um eine Lösung des Problems zu erreichen. In meiner Eigenschaft als Obmann unseres Verbandes hat man mich grundsätzlich interessiert angehört und versprochen, den Zugang barrierefrei zu machen. Ich konnte mitverfolgen, dass Verhandlungen mit der Stadt Wien, dem Hauseigentümer und letztlich mit dem technischen Planungsbüro relativ viel Zeit in Anspruch nahmen - doch die Lösung wurde konsequent verfolgt. Seit Herbst 2010 ist das Bauvorhaben vorbildlich abgeschlossen!
PS.: Persönlich halte ich nach wie vor nichts von der Poltermethode bzw. von Formulierungen wie "ihr müsst oder ihr habt das so zu machen". Meine Erfahrung zeigt an Hand dieses Beispiels einmal mehr, dass vernünftiges, nachvollziehbares Argumentieren ebenso zum Erfolg führt und dem Ansehen der Menschen mit Behinderung zugute kommt.
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