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Albert-Wöhrer-Gedenkpreis an Franz Hufnagl

Im Rahmen der Generalversammlung 2019 in Ansfelden wurde der Albert-Wöhrer-Gedenkpreis an das älteste anwesende Mitglied vergeben. Emilie Schwarz war zwar noch älter als Franz Hufnagl, hat aber diesen Preis bereits in Jahr 2015 erhalten. Im folgenden stellt sich nun Franz Hufnagl selbst vor:

Obmann Rudolf Kravanja und Franz Hufnagl
Obmann Rudolf Kravanja und Franz Hufnagl

Als ältester von 7 Kindern bin ich am 22. Oktober 1941 in St. Georgen im Attergau geboren.
Querschnittlähmung C7/D1 nach einem Freizeit Autounfall am 26.5.1963, Aufenthalt im Unfallkrankenhaus Salzburg bis 15.1.1964.
Vom 16.1.1964 bis 22.5.1964 Rehab im RZ Tobelbad, seit dieser Zeit Mitglied des Verbandes der Querschnittgelähmten Österreichs.
In dieser Zeit lernte ich Albert Wöhrer kennen und schätzen. Ich empfand ihn als große Persönlichkeit und Vorbild für uns Querschnittgelähmte.
In den folgenden 2 Jahren besuchte ich die Bundesfachschule für Technik mit Unterbringung im Schülerheim in der Hochheimgasse, 13. Wiener Bezirk. Mein damaliger Arbeitgeber Herr von Oswald von der gleichnamigen Schuhfabrik zeigte mir gegenüber ein vorbildliches Verständnis und sicherte mir den Arbeitsplatz nach Absolvierung dieses bürotechnischen Lehrganges zu. Hier arbeitete ich ungefähr 30 Jahre bis zur Firmenschließung und anschließend bis zur Pensionierung in der Salzburger Gebietskrankenkasse.

Franz Hufnagl

1968 begann ich mit dem Bau eines Eigenheimes, heiratete 1974, wurde 1977 und 1979 Vater von zwei Söhnen, die mich bis dato zum Großvater von vier Enkelkindern gemacht haben. Sie alle sind mein Lebensinhalt, Therapie und Freude.
Zur Erhaltung der körperlichen Beweglichkeit betreibe ich regelmäßig Sport, nahm an Sportwochen in Obertraun, Hörndlwald, Schielleiten und Senigallia teil sowie an Tischtennisturnieren in Amstetten. Seit 45 Jahren nehme ich die Sport- und Turnmöglichkeit im Unfallkrankenhaus Salzburg wahr beim Senioren Rollstuhl Sport wo ich 10 Jahre lang die Kassier Tätigkeit ausübte. Nach 57 jährigen aktiven Mitgliedschaft beim ÖTB Turnverein St. Georgen im Attergau – davon auch 29 Jahre Schriftführer Tätigkeit wurde ich hier zum Ehrenmitglied ernannt.
Bedingt durch meine Behinderung waren immer wieder Krankenhausaufenthalte notwendig in Bad Häring und nach malignem Non Hodgkin Lymphom auch in der Onkologie des LKH Salzburg.
Ab 2001 wurde ich Mitglied des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes (ÖZIV), ab 2010 Obmann der Bezirksstelle ÖZIV Salzburg Stadt, ab 2012 Obmann des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes Salzburg Stadt. Bringe mein ehrenamtliches Engagement auch als Mitglied des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg ein.
Da ich bei der letzten VQÖ Generalversammlung am 27. April 2019 das älteste anwesende Mitglied war und somit die Vergabekriterien für den Albert Wöhrer Gedenkpreis erfüllte, freute es mich außerordentlich, diesen Preis zuerkannt und bekommen zu haben. Für mich war Herr Wöhrer Vorbild, habe ihn immer in Hochachtung und Wertschätzung begegnet. Ein herzliches Vergelt’s Gott.

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